GEMEINSCHAFTSPRAXIS KARDIOLOGIE

Dr. med. Jürgen Peter Ohler und Dr. med. Peter Bucher

 

Herzschmerz - Angina pectoris - Belastungs-EKG

Wir führen Belastungsuntersuchungen auf dem Laufband dem Sitz- oder dem Halbliegendergometer durch. Es stehen vier Belastungsplätze zur Verfügung. Alternativ kann eine sog. dynamisch Stressechokardioigraphie auf dem Kippliegeergometer durchgeführt werden. Bei immobilen Patienten kann eine pharmakologische Belastung mit einer Dobutamininfusion durchgeführt und dabei echokardiographisch die linksventrikulären Wandbewegungen unter Belastung analysiert werden (pharmakologische Stressechokardiographie).

Schmerzen und ein Engegefühl in der Brust, Atemnot oder ein Drücken oder Ziehen in der Herzgegend, dies sind Anzeichen für Angina pectoris. Bei körperlicher Anstrengung kann es zu Atemnot kommen. Die Patienten können nicht mehr schnell gehen. Meist verschwinden die Beschwerden schon nach kurzer Zeit - etwa 10 Minuten. Ursachen sind meist Durchblutungsstörungen der Herzkranzgefäße, die durch Arteriosklerose eingeengt sind. 

Belastungsuntersuchungen mit dem Elektrokardio-gramm (EKG) oder dem Herzultraschall unter medikamentöser oder Ergometerbelastung

können hier zur Diagnose führen.

Mit der Herzkatheteruntersuchung können dann die Verengungen dargestellt werden. Zur Therapie kommen meist Medikamente zum Einsatz.

Eine Gefäßstütze (Stent) wird in die Gefäßverengung eingesetzt. So kann die Durchblutung wieder hergestellt werden.

Der Ballonkatheter und der Stent bessern die Beschwerden meist nur vorübergehend, haben aber meistens keinen Einfluss auf die Lebenserwartung. Eine Änderung der Ernährung, die Behandlung von Bluthochdruck, erhöhten Cholesterinwerten und Diabetes sowie die Einstellung des Rauchens bewirken, dass die Erkrankung nicht weiter fortschreitet und ein Herzinfarkt verhindert werden kann. Bei optimaler Therapie kann es sogar zur einer sogenannten Regression, einem Rückgang der Gefäßveränderungen kommen.

Hochgradige Verengungen an den drei Hauptgefäßen können mit einem Ballonkatheter aufgedehnt werden.